Tierischer Nervenkitzel
„They just eat children.“
Raaj, Guide im Chitwan Nationalpark
Früh morgens starten wir von Pokhara Richtung Chitwan Nationalpark. Bereits um 6.30 Uhr herrscht am Busbahnhof ein unfassbares Gewusel. Der Besitzer des Coffeeshops nimmt alle Ankommenden herzlich in Empfang, zeigt, welcher der etwa 40 Busse der Richtige ist und wo das Gepäck verladen werden soll, und merkt dann freundlich grinsend an, dass bis zur Abfahrt auf jeden Fall genug Zeit für einen gemütlichen Kaffee bleibt.


Die Fahrt zum Chitwan ist deutlich weniger holprig als die nach Pokhara, dafür aber seeeeeehr viel staubiger. Die Menschen, die an der Straße entlang laufen, halten sich oft Tücher oder Kleidungsstücke vor Mund und Nase, und wenn wir Mopeds und Motorräder passieren, sind die Leute darauf häufig komplett in Regencapes eingehüllt und haben die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen. Die zahlreichen Pflanzen, die rechts und links die Straße säumen kann man kaum mehr als grün bezeichnen. Stattdessen sind sie komplett von einer braunen Staubschicht zugedeckt.
Da die Straße so eng ist, dass kaum zwei Fahrzeuge nebeneinander passen, müssen wir immer wieder anhalten, um den Gegenverkehr passieren zu lassen. Für die Fahrt, für die fünf Stunden angesetzt waren, benötigen wir daher neun Stunden…
Unsere Unterkunft ist in Sauraha, dem „Eingangstor“ zum Chitwan Nationalpark. Raaj, der in allen möglichen Funktionen dort angestellt zu sein scheint, nimmt uns herzlich in Empfang und wir bekommen nach der langen Busfahrt erstmal ein Sandwich. Danach spaziert er mit uns durch den Ort bis an den Rapti Fluss, über dem gerade die Sonne untergeht. Zahlreiche Menschen stehen an der Promenade und schießen Fotos. Wir machen mit Raaj einen Spaziergang am Fluss entlang und umschiffen in unseren Flipflops zahlreiche gigantische Haufen aus Elefanten- und Nashornkacke. „Kommen die Tiere bis hierher? So nah an die Siedlung?“ frage ich Raaj ungläubig. Er nickt. Tiere und Menschen leben hier neben- und miteinander, erklärt er. Die Tiere seien an Menschen gewöhnt. Sie kämen vor allem nachts in die Nähe der Siedlung und würden sich dann bei Sonnenaufgang in den Dschungel zurückziehen. Ich muss an die Menschensiedlung im Dschungelbuch denken und dass das ja irgendwie so ähnlich ist. Mir wird bewusst, wie oft mir zu den Dingen, die mir hier begegnen, irgendwelche Szenen aus Büchern und Filmen einfallen, und wie verrückt das doch ist, dass ich all das jetzt leibhaftig sehe und erlebe.

Am Flussufer und im Wasser erkennen wir mehrere Krokodile. Und dann steht da plötzlich ein Nashorn auf der anderen Seite des Flusses. In dem hohen Gras kann man nur den Rücken und sein Horn ausmachen. Die ganze Situation ist irgendwie so unwirklich, vor allem weil die Sonne die ganze Szenerie zusätzlich in dieses goldene Licht taucht.

Ich merke plötzlich, dass mir das gerade irgendwie alles viel zu schnell geht. Es ist alles so viel. Ich war doch gerade noch im Himalaya. Ich habe eine super lange anstrengende Busfahrt hinter mir. Ich bin so müde.
Ich fühle mich völlig reizüberflutet. Mit dem Kopf noch in den Bergen, stehe ich jetzt plötzlich in unmittelbarer Nähe zu Krokodilen und Nashörnern und kann das weder richtig aufnehmen noch wertschätzen. Und auf dem Weg zurück steht mitten auf der Straße zwischen Autos, Mopeds, Tuktuks, Rikschas und Fußgängern plötzlich ein Elefant. Da steht einfach ein Elefant. Mitten im Straßenverkehr. Er ist mit irgendwelchen Sachen beladen und dient offensichtlich als Lasttier. Bevor ich mir das genauer anschauen kann, sind wir auch schon an ihm vorbei.
Irgendwie stehe ich neben mir. Mein Kopf platzt aus allen Nähten und ist gleichzeitig wie leergefegt. Alles ist wie in Watte. Ist das ein verspäteter Kulturschock? Oder einfach der totale Mental Overload?
Raaj bringt uns zu einer kleinen Halle, in der gleich eine traditionelle Tanzshow stattfinden soll. Offensichtlich ist das im Preis für unsere morgige Safari mit inbegriffen. Okay. Ich bin viel zu paralysiert, um Einspruch zu erheben oder dankend abzulehnen, setze mich neben Franzi auf eine der Bänke. Das Ganze ist sehr touristisch und erinnert mich an die Veranstaltung, die ich mit Jörn in Kandy auf Sri Lanka besucht habe. Die 40-minütige Vorstellung zieht an mir vorbei, ich glaube, ich starre mehr ins Leere als das ich mir tatsächlich etwas davon anschaue.

Franzi geht es ähnlich. Nach einer ausgiebigen Dusche fallen wir ins Bett. Franzi schläft sofort ein. Ich liege wach. Meine Mama möchte telefonieren, aber ich kann gerade einfach nicht. Wir verabreden uns für den nächsten Tag und ich schreibe stattdessen meinen Blogbeitrag über Pokhara und das Trekking im Himalaya. Und mit jedem Gedanken, den ich „zu Papier“ bringe, fühlt sich mein Kopf ein bisschen leichter an. Das Schreiben hilft so sehr dabei, Revue passieren zu lassen, Eindrücke zu verarbeiten, die Gedanken woanders als im Kopf (wortwörtlich) abzuspeichern. Es ist ja auch einfach wie ein Reisetagebuch für mich selbst. Ich lade den Beitrag hoch und falle in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
Am nächsten Morgen geht es mir besser. Ich fühle mich frisch, wach, ausgeruht. Habe wieder Kapazitäten dafür mich voll und ganz auf das einzulassen, was mich heute erwartet. Das Schöne an der heutigen Safari ist, dass sie so unheimlich vielseitig und multiperspektivisch ist. In Südafrika und Sri Lanka habe ich Safari als reine Tour im Auto kennengelernt, welches man aus Sicherheitsgründen unter keinen Umständen verlassen darf. In Nepal ist das ein bisschen anders…
Die dreiteilige Safari startet im Kanu. Ja genau, es ist der gleiche Fluss, in dem wir gestern die Krokodile entdeckt haben. Auch jetzt liegen sie in unmittelbarer Entfernung am Flussufer und wärmen sich in der Sonne. Ich habe eine Vorgeschichte mit Krokodilen in Ghana und damals ist alles gut gegangen. Aber diese hier sind deutlich größer und ich beäuge sie misstrauisch, ebenso wie die kurze Distanz zu dem Kanu, in das ich gleich steigen soll. „Isn’t that dangerous? Won’t they attack the people?“ erkundige ich mich bei Raaj, der in seiner heutigen Funktion das Kanu steuern wird. „Yes. Very dangerous.“, erwidert er unbekümmert. „That’s why I have this stick. I will protect you.“ Er nickt nachdrücklich und schaut mich mit einem Lächeln an, das wohl beruhigend wirken soll. Na gut. Er wird schon wissen, was er tut, denke ich und steige hinter Franzi in das Kanu.




Wir fahren eine knappe Stunde über den Fluss und lassen uns dabei von der Strömung treiben. Raaj erzählt viel zu den heimischen Vögeln und den vielen Krokodilen, die wir sehen. Von denen sich übrigens nicht eines regt, wenn wir wirklich nah (!) an ihnen vorbeischippern.





Auf die Kanu Tour folgt eine knapp zweistündige Walking Safari. Jep, wir laufen durch den Dschungel. Hier leben neben den Krokodilen unter anderem Elefanten, Nashörner, Tiger und Bären, die sich – genau wie wir – frei bewegen. Es folgt eine kurze Sicherheitseinweisung. Schon am Vorabend hat Raaj uns gebeten Tarnfarben, also grüne, braune oder schwarze Sachen zu tragen. Nun erklärt er noch, wie wir uns verhalten sollen, wenn wir einem Tier begegnen. Leise zu sein versteht sich von selbst. Nicht rennen. Und niemals, niemals, niemals den Weg abschneiden. Den Tieren immer eine Fluchtmöglichkeit offen lassen, da sie in der Regel vor allem angreifen, wenn sie sich bedrängt fühlen. Und für den Notfall hat er ja seinen Stock. Haha. Achja, und wir sollen uns immer in seiner Nähe und damit in der Nähe von Bäumen aufhalten, damit er bei den Tieren, gegen die er mit dem Stock nichts ausrichten kann (also alle?) gegen die Bäume schlagen und laute Geräusche machen kann. „Die Tiger greifen die Menschen auch nur dann an, wenn sie in der Natur nicht genug zu fressen finden“ scheint Raaj uns beruhigen zu wollen. „Und die Krokodile fressen wenn überhaupt nur Kinder.“ Ich bin unsicher, ob das ein Scherz sein soll, aber Raaj macht ein völlig gleichmütiges Gesicht. Fast muss ich lachen, so skurill ist die Situation.
Mein Urvertrauen darin, dass Menschen, die etwas täglich tun und sich in ihrem natürlichen Lebensumfeld bewegen, es wohl besser wissen als ich, gewinnt die Oberhand. Dabei verdränge ich so gut wie möglich den Gedanken an meine letzte Walking Safari vor zehn Jahren in Ghana, wo wir uns einer Herde von Elefanten genähert haben, bis einer von ihnen plötzlich mit aufgestellten Ohren und lautem Trompeten auf uns zugetrabt ist und der Guide nur noch panisch schrie wir sollen aus dem Sichtfeld des Elefanten verschwinden und uns in den Büschen verstecken! Ich habe es schon mal gesagt: Einen panischen Guide will wirklich niemand.
Und so laufen wir zu dritt los. In der Luft liegt eine knisternde Spannung und ich habe dieses aufgeregte Kribbeln im Bauch. Während es anfangs noch über ausgetretene Pfade geht, schlagen wir uns irgendwann durch hohes Gras und Gebüsch.



Tiere begegnen uns zunächst überhaupt keine, aber wir finden zahlreiche Spuren und Hinterlassenschaften und Raaj erklärt uns, von welchen Tieren sie stammen und woran man das erkennt. So ist der Kot von Bären beispielsweise voller Ameisen.
Plötzlich bleibt Raaj stehen. „I will show you something, but please don’t be afraid, okay?“ sagt er in ruhigem Ton. Macht der Witze? Was ist das für eine Ankündigung? Ich schaue mich nach allen Seiten um, rechne mit einem großen Tier in unmittelbarer Nähe. Aber Raaj blickt an sich herunter und pflückt einen Blutegel von seiner Hose. Och nääää. Nicht die Dinger schon wieder. Kurze Zeit später entdecke ich auch einen an meinem Bein und will ihn wegschnipsen, aber er heftet sich direkt an meinen Finger. Es gelingt mir ihn abzuschütteln. Widerliche kleine Dinger! Zum Glück haben wir beide rechtzeitig bemerkt, bevor sie zugebissen haben.
Und dann sind da plötzlich ganz frische Fußspuren eines Tigers direkt vor uns auf dem Boden. „Oh“, Raaj deutet darauf. „Der ist erst vor Kurzem hier vorbeigelaufen.“ Ich blicke mich mit angehaltem Atem um, erwarte fast, den Tiger direkt neben uns irgendwo im Gebüsch zu entdecken. Vorsichtig gehen wir weiter. Ich spüre wie das Adrenalin durch mich hindurch rauscht und bin mir gar nicht so sicher, ob ich überhaupt einem Tiger begegnen möchte.


Ich greife vor: Wir stoßen nicht auf den Tiger. Auch nicht auf einen Elefanten oder einen Bären. Aber als wir an ein kleines Wasserloch kommen, liegt da plötzlich mittendrin ein Nashorn. Direkt unter uns. Wir bleiben stehen. Ist das irre! Das Nashorn war in Südafrika das einzige Tier der Big Five, das Jörn und ich nicht zu Gesicht bekommen haben. Einmal ragte ein Rücken aus dem Gras, aber Jörn hat gesagt das zählt nicht. Jetzt schauen immerhin die Ohren und das Horn aus dem Wasser (oder dem „Salatbeet“ wie Franzi es später nennt). So regungslos wie möglich mache ich ein paar Fotos.

Die Sonne blendet mich ein bisschen. Kitzelt in meiner Nase. Und plötzlich muss ich laut niesen. Und da erhebt sich das Nashorn in all seiner Pracht erschrocken aus dem Wasser und schaut alarmiert in unsere Richtung. Ich friere ein. Bitte beweg Dich nicht, denke ich. Bitte lauf nicht auf uns zu, aber lauf vor allem nicht weg (wie skurril meine Prioritäten in diesem Moment lagen, fällt mir erst gerade beim Schreiben auf). Das Nashorn wartet ab. Blickt sich vorsichtig und aufmerksam in alle Richtungen um. Und lässt sich dann mit einem lauten Platschen zurück in Wasser fallen.



Als wir zurücklaufen, stößt Franzi mich scherzhaft in die Seite. „Na das war ja ein filmreifer Sissi-Moment.“, grinst sie. „Ich hab das doch nicht extra gemacht“, lache ich, bin aber kein bisschen traurig darum, dass es passiert ist.
Nach dem Mittagessen geht es weiter mit der vierstündigen Jeep Safari. Die startet direkt mit einem weiteren Nashorn, noch bevor es überhaupt losgeht. Das schlendert nämlich ganz entspannt auf der anderen Seite des Flusses zum Wasser, um etwas zu trinken – fast als würde es eine kleine Show abziehen für die zahlreichen Schaulustigen an der Uferpromenade. Also um Tiere zu sehen, muss man hier wirklich keine Safari machen.




Die Jeep Safari findet in dem Teil des National Parks auf der anderen Seite des Ufers statt. Wir müssen also zunächst den Fluss überqueren. Es heißt also zurück ins Kanu. An dieser Stelle tummeln sich besonders viele Krokodile. „They don’t attack the people?“ rückversichere ich mich nochmal bei Raaj. „Yes, they do. That’s why many boats go at the same time. Then the crocodiles won’t come.“ Okay, wow. Also nicht ins Wasser fallen.
Es passen etwa zehn Leute in ein Kanu. Tatsächlich werden immer zwei zusammen gebunden und überqueren dann gemeinsam den Fluss. Das sind also many? Das Ganze ist eine sehr wackelige Angelegenheit. Als wir auf der anderen Seite ankommen, wird es schaukelig. Ich bin manchmal so unfassbar genervt von Menschen. Die Kanus liegen mit dem Bug am Ufer, es kann also sowieso nur die vorderste Person aussteigen und der Rest muss dann nachrücken. Aber anstatt abzuwarten und langsam nacheinander auszusteigen, erheben sich fast alle gleichzeitig, was natürlich sowohl die Kanus als auch alle Leute darauf gehörig aus dem Gleichgewicht bringt. „Guys, guys, guys!!“, brüllt der Mann, der die Kanus steuerte. „One by one! Otherwise: Crocodile!“ Wieder bin ich nicht sicher, ob das ein Witz sein soll, aber dafür sieht er viel zu erschrocken aus. Wie war das noch mit panischen Guides?

Die Jeep Safari ist eher unspektakulär. Wir fahren überwiegend durch die Gegend ohne überhaupt ein Tier zu sehen. Obwohl ich vom Auto aus große Lust auf einen Tiger gehabt hätte, bekommen wir keinen zu Gesicht. Womit wir gerechnet haben, denn einen Tiger zu sichten, ist wahnsinnig schwierig. Unser Guide erzählt, dass er täglich Safaris macht und etwa ein- bis zweimal im Monat einen der 128 Tiger im Park zu sehen bekommt. Bären seien noch seltener. Aber wir können auch keine Krokodile oder Elefanten entdecken. Uns begegnet ein einziges Nashorn, welches direkt am Wegrand im Gebüsch steht. Es ist schwer zu sehen, da es fast komplett von Blättern verdeckt ist und bereits zwei andere Jeeps davor stehen, aber es in so unmittelbarer Nähe zu wissen, ist trotzdem ein kleiner Adrenalinkick. Uns trennen nur etwa zehn Meter!
Dem Guide scheint es unangenehm zu sein, dass er uns keine der großen Tiere zeigen kann und er beginnt irgendwann ein großes Aufheben um die Vögel und Rehe und „wilden Hühner“ (ich kann den Unterschied zu einem normalen Haushuhn nicht erkennen) zu machen, denen er anfangs noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. Ich finde das nicht so schlimm. Klar wäre es abgefahren gewesen einen Tiger zu sehen! Dass da trotz niedriger Erwartungshaltung ein klein wenig Enttäuschung mitschwingt, kann ich nicht abstreiten. Aber ich hatte heute bereits zwei magische Nashornmomente, eine wahnsinnig tolle Safari in Sri Lanka und genieße jetzt einfach die Fahrt durch die Natur.

Das Einzige, was mir hier aufstößt, ist das Elephant Breeding and Training Center. Es gibt auch Aufzuchtstationen für Nashörner und Krokodile, aber die dienen dazu diese Populationen zu erhalten und sind auf eine Auswilderung der Tiere ausgelegt (wobei man auch da über die artgerechte Haltung streiten kann). Aber bei den Elefanten ist das anders. Die Elefantenpopulation in Nepal ist nicht gefährdet. Die Regierung hat daher die Jagd auf und Gefangennahme von wilden Elefanten zwar verboten, duldet (und unterstützt) aber die Aufzucht „eigener“ Tiere für militärische und touristische Zwecke.
Dabei werden Elefantenkühe angekettet gehalten und für etwa drei Stunden am Tag für „Freilauf“ in den Dschungel gebracht. In regelmäßigen Abständen kommt ein Elefantenbulle aus dem Dschungel, der die weiblichen, festgeketteten Elefanten begattet. Die daraus resultierenden Babys verbleiben drei Jahre bei ihren Müttern und werden dann von diesen getrennt. Während die weiblichen Elefanten für die Zucht im Breeding Center verbleiben, werden die männlichen entweder für den Tourismus eingesetzt (man kann Safaris buchen, bei denen man auf einem Elefanten durch den Dschungel reitet) oder das Militär nutzt sie für Patrouillen durch den Dschungel, um Wilderer aufzuspüren und den Tierbestand im Blick zu behalten. Es ist also irgendwie auch kein Wunder, dass die Tiere hier so sehr an die Menschen gewöhnt sind…



Mittlerweile sind wir zurück in Kathmandu. Wir bewegen uns hier inzwischen relativ sicher durch den Straßenverkehr. Das Ding ist, dass hier sowie niemals eine Verkehrslücke entsteht und darauf zu warten, dass jemand dich vorbeilässt, brauchst du auch nicht. Du läufst einfach los. Hebst lässig die Hand, um zu signalisieren, dass du jetzt gerade „Vorfahrt“ hast und es funktioniert. Alle machen dir Platz, bremsen ab oder weichen aus. Scheint hier ein absolut allgemeingültiges und anerkanntes Handzeichen zu sein.


Unsere Zeit hier in Nepal neigt sich dem Ende entgegen und mit ihr endet auch bereits mein erster von vier Monaten auf dieser Reise. Verrückt! Den nächsten Monat möchte ich in Indien verbringen. Morgen früh fliegen wir nach Delhi und versuchen uns so gut wie möglich auf den Kulturschock vorzubereiten, der uns dort vermutlich erwartet. Wir sind aufgeregt und auch ein bisschen nervös, denn über Indien hört man ja die wildesten Geschichten und als Frauen dort unterwegs zu sein wird sicherlich nochmal eine andere Erfahrung.
Wir stürzen uns also ins nächste Abenteuer. Stay tuned! 🙂



4 Kommentare
Daniela
Deine Berichte zu lesen ist wirklich toll.👍🏻😊
Du solltest vielleicht mal ein Buch schreiben.🤗
Gute Reise weiterhin!
Jörn
Ich kann es einfach richtig hören, wie der so sagt „Yes, yes, very dangerous“, aber die Argumentation danach für ihn halt völlig ausreichend ist 😄
Meike
Liebe Elena,
Du schreibt so unfassbar gut! Ich lege jedes Buch zur Seite, wenn ich einen neuen Beitrag von dir sehe!
Ich wünsche dir/ euch weiterhin eine unvergessliche Zeit und freue mich von deinen nächsten Abenteuern zu lesen 🙂
Tina
Wieder so ein herrlicher Bericht! Hast du wieder schön laut gesungen bei den Krokodilen? 😉
Guten Flug nach Dehli und eine gute Reise dort 😗