Abgetaucht
„Abenteuer kann man doch nicht planen wie Ballett oder sowas. Die warten um die Ecke und – zack! – plötzlich sind sie da!“
Cornelia Funke
oder
„Eine Reise wird besser in Freunden als in Meilen gemessen.“
Tim Cahill
Helloooo aus Thailand! Ich bin in Thailand. Voll und ganz angekommen – physisch wie mental. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten habe ich inzwischen so richtig auf Urlaubsmodus umgeschaltet und sehe das Inselleben jetzt einfach als kleine und wohlverdiente Pause vom Herumreisen.
Nach einer Woche Koh Phangan sind wir mit der Fähre übergesiedelt nach Koh Tao, die deutlich kleinere Nachbarinsel… und: Absoluter Tauchhotspot! In Thailand ist es weltweit am kostengünstigsten den international anerkannten Tauchschein zu machen und die Unterwasserwelt rund um Koh Tao soll dabei besonders schön sein. Und wenn wir doch nun eh schon mal hier sind, nehmen wir das doch mit. Es herrscht wieder Abenteuerlaune!




Der Open Water Anfängerkurs dauert 3,5 Tage – perfekt wie wir finden. So können wir uns anfangs darauf fokussieren und haben dann noch ein paar Tage für Strand, Erholung und das Erkunden der Insel – Koh Tao soll nämlich wunderschön sein. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Das Tauchen wird uns derart anfixen, dass wir eigentlich nur zum Essen und Schlafen auf der Insel sein und den Rest der Zeit auf dem Boot und vor allem unter Wasser verbringen werden!



Auf Koh Tao reiht sich eine Tauchschule an die nächste, mit Kursen in allen nur erdenklichen Sprachen. Wir recherchieren online, vergleichen Google Bewertungen, stellen fest, dass die Preise standardisiert und überall die gleichen sind. Wir sind unschlüssig, ob wir eine deutsche Tauchschule bevorzugen, weil wir dann auf jeden Fall alles verstehen – was im Zweifel überlebenswichtig sein könnte – und wir in möglichen Paniksituationen im Wasser nicht erst nach den englischen Worten suchen müssen. Oder ob es cleverer wäre den Kurs auf Englisch zu machen, um direkt für alles die englischen Begrifflichkeiten zu kennen, da zukünftige Tauchgänge weltweit ja selten auf deutsch stattfinden werden. Dann stoßen wir auf eine deutsche Tauchschule, die statt der üblichen vier Tauchgänge, die zum Erwerb des Tauchscheins nötig sind, sechs Tauchgänge im Anfängerkurs anbieten – zum gleichen Preis! Und damit ist die Entscheidung dann einfach gefallen.

Der erste halbe Tag (Infoveranstaltung) entfällt direkt – stattdessen sollen wir eine App herunterladen, in der ein 60-seitiges Dokument inkl. Wiederholungsfragen für die abschließende Theorieprüfung freigeschaltet wird, das wir bis zum Folgetag lesen sollen. Okay. Und so verbringen wir den ersten Tag mit Kaffee und frischgepressten Fruchtsäften in einem Strandcafé und arbeiten uns durch die Materialien. Überwiegend geht es darum, was beim Tauchen alles passieren und woran man sterben kann, was die häufigsten Tauchunfälle sind und welche Fehler einem auf gar keinen Fall unterlaufen dürfen, weil sie absolut lebensgefährdend sind. So ’ne ganze gemütliche Strandlektüre eben. Und obwohl das alles so wahnsinnig wichtig ist, fällt es schwer sich von diesem Panorama da draußen – vor allem als abends die Sonne über dem Meer untergeht – nicht ablenken zu lassen.


Am nächsten Morgen startet um 9.00 Uhr der Kurs: Zwei Stunden Theorieunterricht, Pause, um 12.00 Uhr dann mit dem Boot raus für die praktische Einführung im flachen Wasser und die ersten beiden Tauchgänge im Anschluss. Wir haben doppelt Glück: Erstens sind wir zwei alleine im Kurs und kriegen beim Tauchen die ungeteilte Aufmerksamkeit. Dadurch geht gerade während der praktischen Schulungseinheiten alles schneller und es bleibt mehr Zeit zum Fun-Tauchen im Anschluss – wir können aber auch besser im Blick behalten werden, was sich einfach sicher anfühlt. Zweitens ist Patrick, unser Tauchlehrer, nicht nur super nett und geduldig und durch absolut nichts aus der Ruhe zu bringen, sondern auch Franzose und hält den Kurs auf Englisch. Wir haben also beides: Die Materialien und Lektüren auf Deutsch und Patrick, der das alles dann auf Englisch nochmal mit uns durchgeht. Perfekt! Ein weiterer Vorteil unserer Tauchschule ist, dass sie über ein eigenes Boot mit Sauerstofftanks verfügt. Die komplette Ausrüstung inkl. Sauerstoffflaschen können also an Bord bleiben, während wir viele andere sehen, die diese täglich hin und her schleppen müssen.




Ich habe mir Tauchen irgendwie super einfach und vor allem überhaupt nicht beängstigend vorgestellt. Ich liebe das Meer, ich bin total gerne im und unter Wasser, ich fühle mich dort wohl, schnorcheln macht mir total viel Spaß und ich kann lange die Luft anhalten, was beim Tauchen ja nicht mal nötig ist, weil man die Sauerstoffflasche hat. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Und dann: ÜBERRASCHUNG! Es ist nicht so leicht, wie ich mir das vorgestellt hatte. Und vor allem ist es beängstigend.
Beim Tauchen unterdrückt man eigentlich die ganze Zeit seine natürlichen Instinkte, nur um dann das genaue Gegenteil davon zu tun. Man darf auf gar keinen Fall unter Wasser die Luft anhalten, damit die Lunge nicht reißt. Wenn man ins Wasser eintaucht, muss man ausatmen, ausatmen, ausatmen, um überhaupt zu sinken – anstatt Luft zu holen und sicherzustellen, dass man überhaupt weiterhin atmen kann (die Funktionsfähigkeit der kompletten Ausrüstung testet man natürlich vorab an Bord). Man muss unbedingt seinen Fluchtinstinkt unterdrücken, wenn man einem potentiell gefährlichen Tier begegnet, weil die Wahrscheinlichkeit, dass es dich angreift, aufgrund seines Jagdinstinkt deutlich höher ist, wenn du wegschwimmst. Man muss die ganze Zeit super flach atmen, damit man die Höhe hält (und nicht die ganze Zeit auf- und absteigt und damit ständig den Umgebungsdruck verändert) und bei seiner Gruppe bleibt. Und vor allem darf man nie, nie, nie einfach hoch zur Oberfläche und auftauchen. Von der als klassische Taucherkrankheit geltende Dekompressionserkrankung (Durchblutungsstörungen aufgrund zu großer und zu vieler Stickstoffbläschen im Blut – dieser Überschuss entsteht bei zu schnell abfallendem Umgebungsdruck) über Barotraumata (aufgrund des schnellen Druckwechsels blockierte luftgefüllte Hohlräume wie Ohren oder Lunge, die durch Über- oder Unterdruck reißen können) bis hin zur arteriellen Gasembolie kann dabei so ziemlich alles passieren. Und genau das ist vielleicht das Herausforderndste am Tauchen, zumindest ging es mir anfangs so. Zu wissen, du kannst da nicht weg, nicht einfach raus. Diese Angst vor der Angst. Angst unter Wasser Panik zu kriegen und dann nicht auftauchen zu dürfen. Es gibt 1000 Gründe, warum man unter Wasser panisch werden kannst, und du musst dich dann dort unten beruhigen. Und dass wie gesagt ohne tief ein- und auszuatmen.

Wir starten im ca. 1,5m tiefen Wasser. Gleiten etwa einen Meter unter der Wasseroberfläche ein bisschen über dem Meeresboden herum – Patrick voraus, wir hinterher. Testen erstmal wie sich die Ausrüstung im Wasser anfühlt und üben das Atmen mit der Sauerstoffflasche. Und ich denke die ganze Zeit nur: „Da kommt nicht genug Luft aus der Flasche. Ich kann nicht atmen. Ich kriege keine Luft.“ Ich versuche mich zu beruhigen, tiefer zu atmen, treibe dabei direkt zur Oberfläche. Ich weiß, dass genug Luft aus der Flasche kommt. Dass ich atmen kann. Aber es fühlt sich nicht so an. Da ich eh ständig an die Oberfläche treibe, hebe ich dann auch immer den Kopf aus dem Wasser, schnappe nach Luft. Bin schockiert darüber, wie schwer mir das fällt. Ich kann das nicht. Ich kann auf gar keinen Fall mehrere Meter tief tauchen und mit diesem Ding atmen ohne die Möglichkeit jeder Zeit auftauchen zu dürfen, wenn ich das Gefühl habe nicht genug Luft zu kriegen.
Patrick will, dass wir uns unter Wasser hinknien und üben die Maske im Wasser ab- und wieder aufzusetzen, sie durch bestimmte Atemtechniken vom eingedrungem Wasser befreien. Und ich knie einfach nur da und denke: „Ich kriege keine Luft. Ich kann nicht atmen. Ich kriege keine Luft.“ Ich will aufstehen, an die Oberfläche, nach Luft schnappen. Signalisiere Patrick per Handzeichen, dass es mir nicht gut geht, ich nach oben möchte. Patrick schüttelt den Kopf. Er zieht mich zu sich heran, sieht mir fest in die Augen, legt eine Hand auf meinen Brustkorb, bewegt die andere Hand langsam auf und ab. Einatmen. Ausatmen. Drei Sekunden ein. Sechs Sekunden aus. Gefühlt machen wir das fünf Minuten lang. Wahrscheinlich war es höchstens eine. Danach ist es besser.
Mir gelingen die Übungen. Danach paddeln wir weiter durch das flache Wasser. Irgendwann kommen ein paar Fische vorbei, wir sehen Wasserpflanzen und Korallen. Die Sicht ist grandios. Ich vergesse meine Anspannung, im Notfall ist die Wasseroberfläche ja auch direkt über mir. Fasziniert betrachte ich diese wunderschöne Umgebung. Wahnsinn. Irgendwann gibt Patrick uns das Zeichen, dass wir langsam auftauchen sollen. Und wir tauchen auf. Und tauchen auf. Und tauchen auf. Warum dauert das so lange? Müssten wir uns nicht einfach nur aufrichten? „Wir waren auf sechs Metern“, grinst Patrick als wir wieder an der Wasseroberfläche sind. Ein bisschen ungläubig betrachte ich seinen Bordcomputer. Tatsächlich.

Und danach ist der Knoten irgendwie geplatzt. Das Atmen ist ein Kinderspiel. Was nicht heißt, dass Tauchen ein Kinderspiel ist – schlechte Sicht, starke Strömungen, der Druckausgleich in den Ohren beim Abstieg und das Gleichgewicht im Wasser auszutarieren und regungslos auf einer Stelle zu verbleiben, bleiben bis zuletzt herausfordernd. Letzteres vor allem direkt über dem Boden, wenn man zusätzlich darauf achten muss nichts zu berühren (Franzi macht direkt zweimal Bekanntschaft mit einer Seeanemonen, die brennende Quaddeln auf Ihrer Haut hinterlässt).

Aber es macht so viel Spaß! Der zweite Tag ähnelt vom Ablauf dem ersten, nur dass wir nach dem Theorieblock unsere theoretische Prüfung ablegen müssen. Danach kommt wieder der praktische Schulungsteil im Wasser. Wir lernen einen Tauchgang zu planen, mit Bordcomputer zu tauchen, selbst die Tiefe und die Zeit unter Wasser im Blick zu behalten. Üben den dreiminütigen Sicherheitsstopp auf 5m Tiefe beim Aufstieg, bevor es dann hoch zur Oberfläche geht. Wir trainieren den Umgang mit Notfällen unter Wasser, wie man reagiert, wenn man selbst oder jemand anderes keine Luft mehr hat.


Im Anschluss dann wieder zwei Fun Dives – Tauchgänge, bei denen wir einfach nur Patrick hinterher schwimmen können. Das ist immer das Beste. Wir sehen so viele Fische! Und Korallen und andere Wasserpflanzen. Seeigel und Seesterne. Garnelen und Krabben. Diese Farben! Und die Fische scheuen die Menschen überhaupt nicht, solange man keine hektischen Bewegungen macht. In aller Seelenruhe schwimmen sie dicht an uns vorbei (was bei sehr großen Fischen manchmal auch etwas aufregend ist, haha). Schwärme teilen sich, schwimmen über und unter uns hinweg, rechts und links an uns vorbei. Und wir sind mitten drin. Ich fühle mich wie in „Arielle“ . Fast warte ich darauf, dass gleich Musik beginnt zu spielen, die Vasen-Schwämme anfangen zu trompeten und mit jedem Tusch eine Fontäne an Blubberblasen ausstoßen, und die Fische „Unter dem Meer“ anstimmen. Oder dass Ursula aus einer dieser besonders düsteren Unterwasserhöhlen auftaucht. Je tiefer es runter geht, desto mehr verliert die Welt um uns herum an Farbe, und wenn Patrick dann mit seiner Taschenlampe leuchtet, werden plötzlich auch die Rot- und Gelbtöne wieder sichtbar.


Obwohl uns der dritte Tag mit zwei weiteren Fun Dives noch bevorsteht, merken wir jetzt schon, dass das nicht genug ist. Wir wollen mehr tauchen, länger tauchen, tiefer tauchen. Der Open Water Tauchschein berechtigt zu Tauchgängen bis zu max. 18m Tiefe. Die Tauchschule bietet auch den zweitägigen Advanced Adventure Course an, dessen erfolgreicher Abschluss dann Tauchen bis zu 30m Tiefe erlaubt. Wir sprechen mit Patrick und können den zweiten Kurs quasi direkt dran hängen. Nur leider nicht bei ihm, weil er bereits für einen neuen Anfängerkurs eingeteilt ist. Das ist super schade, wir haben uns mit Patrick so sicher gefühlt. Aber nicht zu ändern. Den letzten Tag mit ihm genießen wir dafür nochmal in vollen Zügen!



Gemeinsam mit Lea aus Wien machen wir am vierten Tag also nahtlos weiter und setzen noch den Fortgeschrittenenkurs oben drauf. Er findet bei Marco statt, der deutlich chaotischer, unruhiger, vergesslicher ist. Schon am ersten Tag verpassen wir fast das Boot, weil er zu spät losläuft, dann noch Zigaretten holen will und schließlich nochmal zurück muss, weil er seinen Tauchcomputer vergessen hat. Der Unterricht findet jetzt hauptsächlich in der Praxis statt: Wir lernen mit einem Kompass unter Wasser zu navigieren, für das freie Auftauchen unter Wasser eine Boje aufzupusten und aufsteigen zu lassen (anstatt am Boot aufzutauchen) und selbstständig einen Tauchgang zu leiten. Nachdem der Schulungsteil abgeschlossen ist, folgen drei spezielle Fun Dives: Ein Tieftauchgang in knapp 30m Tiefe, ein Nachttauchgang mit Taschenlampe und ein Wracktauchgang. Erica aus Utah und ein weiterer Deutscher (ich hab seinen Namen vergessen) schließen sich diesen Tauchgängen als Fun Diver mit an.

Es ist einfach der Wahnsinn! Wir tauchen runter auf bis zu 28m Tiefe, tasten uns bei super schlechter Sicht über das Schiffswrack und mein Highlight ist und bleibt der Night Dive. Mit Taschenlampen bewaffnet und zahlreichen Geschichten über diverse Angriffe durch nachtaktive Raubfische im Gepäck (Marco weiß auf jeden Fall, wie man Sicherheit vermittelt) lassen wir uns bis auf den Boden sinken. Erst kurz vor dem Tauchgang hat Marco erzählt, dass es hier Biolumineszenz bzw. leuchtendes Phytoplankton gibt. Unten angekommen schalten wir daher unsere Taschenlampen aus. Einen Moment lang sitzen wir einfach nur völlig regungslos da. Auf dem Grund des Meeres. In 22 Metern Tiefe. Im Stockdunkeln. Und dann bewegen wir unsere Hände durch das Wasser und plötzlich beginnt es überall zu leuchten. Als würden tausende von kleinen Glühwürmchen durch das Wasser schwimmen. Es sieht so besonders aus und es ist unbeschreiblich schön. Franzi drückt 2x meine Hand, unser Unter-Wasser-Geheimzeichen für „Wie irre ist das bitte!?“ und ich drücke zurück. Was für ein absolut magischer Moment…


Insgesamt machen wir in den fünf Tagen elf Tauchgänge. Wir sehen unfassbar viele verschiedene Fische, die ich hier gar nicht alle einzeln aufzählen kann, aber zu unseren Highlights gehören definitiv die Giant Grouper (Riesenzackenbarsche), die Bluespotted Ribbontail Rays (Blaupunktrochen), der Great Barracuda (Großer Barracuda) am 4. Tag und die zwei Sepias (Sepien – Echte Tintenfische), die wir beim Deep Dive am Grund des Meeres entdecken. Meine persönlichen Lieblinge sind die Longfin Bannerfishs (Gemeine Wimpelfische), einfach weil ich ihre Form und ihr Muster cool finde, – Franzi mag am liebsten die Christmas Tree Worms (Bunte Spiralröhrenwürmer/ Weihnachtsbaumwürmer), die sich ruckartig verschließen, wenn man sie erschreckt.



Es ist ein bisschen wie ein Rausch und es macht definitiv süchtig. Aktuell möchte ich mein Leben lang nur noch Tauchurlaube machen. Die Abende verbringen wir meist an der Strandbar um die Ecke, mit Patrick, Marco und anderen Tauchlehreren und -schüler*innen. Es ist eine richtige kleine Community, wir führen viele intensive Gespräche, man wächst zusammen. Wieder einmal lernen wir wahnsinnig tolle Menschen kennen. Wieder einmal verbringen wir eine kurze, aber sehr intensive Zeit miteinander. Wieder einmal verabschieden wir uns am Ende und sehen uns vermutlich nie wieder. Es ist eine der Schattenseiten des Reisens, die nie so ganz ihren bitteren Beigeschmack verliert.


Mit ganz viel Wehmut im Gepäck verlassen wir Koh Tao. Zum Abschluss machen wir aber noch einen Thai-Kochkurs und lernen, wie man Panang Curry, Pad Thai und Papayasalat zubereitet. Wir bekommen To-Go-Boxen für mögliche Reste angeboten – schließlich hat jede von uns am Ende drei Gerichte vor sich stehen -, aber wir verputzen alles vom Fleck weg und rollen dann zurück.




Apropos Rollen: Nach den fünf Tagen merken wir trotz allem, dass es Zeit wird eine Pause zu machen. Wir haben beide mit Drehschwindel zu kämpfen, häufig das Gefühl, dass die Umgebung um uns herum schwankt. Es dauert tatsächlich ein paar Tage, bis dieses Gefühl wieder vollkommen weg ist.
Wir verlassen Koh Tao mit der Nachtfähre. Acht Stunden in einem riesigen Schlafsaal mit zahlreichen Stockbetten unter Deck. Es ist ein bisschen wie im Ashram nur schaukelnd.

Danach geht es mit dem Bus weiter, zurück nach Bangkok. Hier verbringen wir einen letzten Tag und eine letzte Nacht, landen auf einem verrückten Fest mitten im Lumphini Park, schlemmen uns nochmal durch den Weihnachtsmarkt, genießen eine letzte Thai Massage.







Dann verlassen wir Thailand nach 2,5 Wochen wieder. Per Bus geht es für uns weiter nach Vietnam. Wir haben vier Tage Zeit, um bis nach Ho Chi Minh City zu gelangen, wo wir uns mit Jörn treffen, der für die Weihnachtsferien nach Vietnam kommt. Und da wir auf dem Weg dorthin Kambodscha einmal komplett durchqueren, nehmen wir uns diese vier Tage auch, verharren mal hier und mal dort in Kambodscha – der Weg ist das Ziel.
Gerade sitze ich im Bus. Wieder mit dieser mittlerweile fast schon vertrauten Mischung aus Wehmut und Vorfreude – wie immer, wenn ich ein Land verlasse, um ein anderes zu entdecken. Und vor allem freue ich mich jetzt auf Jörn. Vietnam, ich komme!




6 Kommentare
Brinley3573
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Beau1598
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Lena
Toll, Elena!!!
Ich hatte zwischendurch kurz Schnappatmung beim Lesen!
Wahnsinn!
Jörn
Und wie ich mich erst freue!!! Toller Beitrag, ich möchte den Tauchschein irgendwann auch mal (mit dir) machen ❤️
Meike Mengelkamp
Huhu Elena,
Dann können wir ja wirklich mal gemeinsam in Deutschland tauchen gehen! Wie cool!
Habe beim Lesen mitgefiebert und kann deinen Enthusiasmus so gut nachvollziehen! Freue mich, dass es dir so gut gefällt 🤿
Elena
Meike 🙂
Ja, super gerne! Davon habe ich meinem Tauchlehrer schon berichtet 😀 Er konnte nicht so richtig nachvollziehen, warum man bei den Temperaturen und Sichtverhältnissen tauchen geht, haha. Ich bin gespannt!